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Reisebericht Ecuador: Bergsteigen an Iliniza Norte und Cotopaxi

Februar 28th, 2008 by Jo

Ankunft in Quito
Nach Ankunft in Quito werden wir von einem Sammeltaxi direkt am Flughafen abgeholt und in unsere Herberge “L´Auberge Inn” gebracht.
Ich merke die 2800m etwas und muss z.B beim schnellen Gehen wirklich bewusst öfter atmen.
Wir bleiben 2 Tage in Quito und haben eigentlich gar nicht geplant, so schnell auf den Cotopaxi zu gehen. Aber - nach einem Besuch im Reisebüro von Moggely (empfohlen im Lonely Planet u.a.) geht es bereits am dritten Tag nach unserer Ankunft los.
Das Programm, das wir vor Ort bei Moggely gebucht haben hat das Ziel, innerhalb einer Woche den Cotopaxi zu schaffen und scheint uns dafür wirklich ideal aufgebaut. Laut Aussage des Tourveranstalters liegt mit diesem Programm die Erfolgsquote bei 60%.

Tag 1: Wanderung auf den Pasochoa
Wir werden morgens in unserer Pension abgeholt und Lernen im Büro die anderen Mitstreiter unserer Tour kennen. Wir finden uns alle sympathisch und später wird sich unsere Gruppe auch als recht homogen harausstellen (1 Italiener: Roberto, 1 Kanadier:Liam, 2 Dänen: Rasmus und {Name vergessen}, 2 Deutsche: Doreen und ich). Die Bergführer, die mit unserer Truppe unterwegs sind, machen auch einen netten Eindruck .
Der Pasochoa ist ein leichter Wanderberg, der aus mehreren kleinen Gipfeln besteht und ca. 4200m hoch ist. Wir fahren zunächst mit einem Geländewagen über ein privates Campo auf 3000m und gehen dann gemütlich über weite Grashänge bis zum Gipfel.
Unsere Führer machen noch einen kleinen Umweg um einer Bullenherde auszuweichen.
Irgenwie hatten wir uns die Anden spektakulärer vorgestellt, aber 4200m ist dort halt wie 1500m bei uns in den Alpen.
Die Übernachtung ist in unserem Basiscamp, dem komfortablen Hostal Valhalla, auf etwa 3400m. Dort werden wir auch gut verpflegt. Es gibt heiße Duschen, Kamin, Polsterecke, einen Fernseher und verschiedene Zimmer von 2 - 12 Betten. Als kleines Special bekommen Doreen und ich ein nettes Doppelzimmer mit eigenem Holzofen. In der Nacht schlafen wir aufgrund der Höhe nicht besonders gut und es ist zudem auch ganz schön frisch.

Tag 2: Iliniza-Hütte
Wieder geht es mit Geländewagen und zwei Bergführern los. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt des Hüttenanstiegs müssen wir erstmal einen Pickup aus dem Schlamm ziehen, der nicht mehr weiterkommt.
Der Parkplatz im Iliniza Nationalpark ist ca. 1 Std. vom Valhalla entfernt und liegt schon recht weit ab vom Schuss. Wir sind an diesem Tag die einzigen, die dort aussteigen und zur Hütte hochgehen. Da die Hütte sehr alt und etwas fies ist, ziehen viele das Zelten weiter unten vor. Zudem ist die Hütte bereits auf 4600m. Da schläfts sich nicht mehr so gut.
Der Anstieg fällt mir relativ leicht, wir machen hier und da Pausen und nach etwa drei Stunden sind wir an der Hütte. Roberto aber hat arg mit der Höhe zu kämpfen und auch einer der beiden Dänen, dessen Name mir entfallen ist, hat beim Aufstieg echte Probleme mit der Atmung.
In der Hütte legen wir unsere Schlafsäcke auf die angeschimmelten Matratzen, packen unsere Lebensmittel aus und unsere 2 Bergführer beginnen zu kochen. Teetrinkend wärmen wir uns vor einem Gasofen. Die Feuchtigkeit vom Kochen und von uns kondensiert an den Wänden der Hütte und sorgt dafür, dass der Schimmel nicht abstirbt.

Iliniza Norte Hut

Es ist wirklich wichtig, auf der Iliniza-Hütte nicht früh schlafen zu gehen. Man muss morgens nicht früh raus und 22 Uhr ist für die Bettruhe daher völlig OK. Durch die Höhe sind heftige Kopfschmerzen in der Nacht normal - und wenn man aber bereits um 7 ins Bett geht wird die Nacht ab 2 Uhr zum Martyrium. Im Schnitt nehmen wir in dieser Nacht zwei oder drei Aspirin. Ich friere leicht, da der Reissverschluss meines Leihschlafsackes ständig in der Mitte aufgeht.
Einer der Dänen wird ernsthaft höhenkrank. Er fängt gegen ein Uhr an zu röcheln und hat damit erste aber klare Anzeichen eines Lungenödems. Unsere Bergführer losen kurz aus, wer jetzt mit ihm absteigen muss.
Unten am Auto ging es dem Dänen dann, wie er später erzählt, sofort besser: Er kann sogar den Mitsubishi-Jeep des Bergführers anschieben, dessen Batterie leer ist!
Ich glaube in dieser Nacht sehnen wirklich alle den Morgen herbei und fragen sich, ob das alles so gut ist was man hier macht.

Tag 3: Iliniza Norte
Nach der wirklich ätzenden Nacht frühstücken wir um 6 Uhr. Ich trinke etwas Cocatee und esse zwei Scheiben trockenes Weißbrot. Nach mehr ist mir irgendwie nicht. Rasmus, der übrig gebliebene Däne isst Cornflakes mit einem fiesen süßen Joghurt, das wir hochgeschleppt haben. Er muss sich dann kurze Zeit später mehrmals beim Aufstieg übergeben.
Wie durch ein Wunder sind die Kopfschmerzen nach etwa 20min. Gehzeit bei allen fast weg.
Durch dichten Nebel geht es zunächst über Geröll, dann mit leichten aber ausgesetzten Kletterpassagen zügig hinauf. Irgendwann sind wir über den Wolken und sehen unser Endziel - den Cotopaxi - in der Ferne majestätisch durch die Wolkendecke herausragen.
Es liegt recht viel Schnee. Wie queren eine 50 Grad steile Firn-Passage (ohne Steigeisen). Unser Führer sichert uns nicht, da wir alle gut gehen und so angenehm zügig unterwegs sind. Erst kurz vor dem Gipfel legt er in einer Steilpassage ein kurzes Fixseil, in das wir uns einklinken um einen Totalabsturz zu verhindern. Leichte aber schöne Kletterei bringt uns zum Gipfel. Geniale Aussicht, kalter Wind, Gipfelkreuz.
Vorsichtig machen wir unsere Bilder, es ist nicht viel Platz hier oben und überall gehts steil runter.

Summit of Iliniza Norte

Zügig steigen wir bis zum Firnfeld ab. In diesem Moment kommt von unten eine unbekannte größere Seilschaft mit ausländischem Bergführer.
Sie traversieren gerade das steile Firnfeld.
Da wir auf dem Firnfeld nicht an der Seilschaft vorbei kommen, warten wir im absturzgefährdeten Gelände, eng aneinander gekauert, ca. 20 cm neben der Spur.
Der besagte Bergführer begreift nun scheinbar nicht, dass wir bereits im Abstieg sind, und nur auf ihn und seine Gruppe warten, um sie passieren zu lassen.
Er denkt, wir machen eine Pause im Aufstieg und pöbelt uns auf spanisch mit deutschem Akzent an: “Wer eine Pause braucht sollte das gefälligst an einer Stelle machen, wo er nicht stört!”
Dann tritt er mit seinem Steigeisen absichtlich so nah am Gesicht meiner Freundin eine Stufe, dass ihr Eis und Schnee in die Augen fliegen. Ich frage ihn scharf, was ihm einfiele und wo er überhaupt herkäme. Keine Reaktion - nur selbstverliebtes martialisches Treten der nächsten Stufe.
Etwas peinlich berührt gesteht mir nun eine Klientin des Bergführers, dass sie Schweizer seien. Es gibt noch einen kurzen verbalen Schlagabtausch zwischen unserer Gruppe und dem Schweizer Führer, dann beruhigen sich unsere Gemüter wieder.
Wir finden es sehr gerecht, dass das Wetter plötzlich schlecht wird und der Schweizer Bergführer bei Schnee und Nebel den Gipfel erreicht.
Liam, der Kanadier, bekommt in der letzten halben Stunde vor der Hütte leichte Gleichgewichtsprobleme. Er hatte Diamox genommen, um sich schneller an die Höhe zu gewöhnen. Vielleicht hatte da die Wirkung etwas nachgelassen, vielleicht war es aber auch nur die normale Erschöpfung.
Dann heißt es hart sein: Die großen Rucksäcke in der Hütte packen, einen Schluck trinken, etwas essen und runter. Puh, das kam uns weit vor. Endlich im Hostel angekommen duschen wir kurz und dann war Erholung angesagt.

Tag 4: Erholungstag
Froh um diesen Tag geht es nach einem entspannten Frühstück per Taxi in den nächsten Ort nach Machachi (2800m). Der Ort liegt ca. 20km entfernt von unserem Hostal an der Panamericana in Richtung Quito.
Wir schlendern über den Viehmarkt, gehen ins Internetcafé und essen dann sehr lecker in einem traditionellen Restaurant zu mittag.
Am Nachmittag geht es wieder zurück zum Hostal. Dabei kommen wir auf der Panamericana in einen unendlich aussehenden Stau. Auch das ist also in Ecuador möglich. Wie wir später erfahren, ist bei einem Verkehrsunfall eine komplette Familie ums Leben gekommen.

Tag 5: Aufstieg zur Cotopaxi-Hütte
Am frühen Nachmittag fahren wir in gewohnter Manier mit unseren Geländewagen vom Hostal los. Es kommt uns merkwürdig spät vor, aber unsere Guides versichern uns: No hay Problema!
Wir sind recht schweigsam und jeder hat ein wenig Angst - gar nicht mal vor dem Gipfeltag, sondern vielmehr vor der Nacht auf der Hütte. Die Hütte liegt so hoch wie der Mont Blanc, also auf runden 4.800m.
Aber gut, zunächst geht es bis auf den Parkplatz, von dem die Hütte bereits in fast greifbarer Nähe liegt. Ein mäßig steiler Weg aus tiefem Sand (fast wie am Strand) führt in einer geraden Linie nach oben.
Erfreut stellen wir fest, dass die Hütte fast leer ist. Lediglich eine kleine Gruppe Amerikaner verbringt dort oben die Nacht. Somit können wir uns komfortabel in den Betten verteilen. Übrigens latscht man hier ungeniert überall mit seinen Bergschuhen umher. Neben dem eigenen Essen empfiehlt es sich zudem ein eigenes Vorhängeschloss mitzubringen. Es gibt verschließbare Holzboxen unter der Dachschräge im Schlafraum. Das ist praktisch für den “Summit Day”.
Nach der Ankuft auf der Hütte trinken wir schnell einen Tee und essen ein paar Chips. Dann geht es noch für 1,5h auf den Gletscher. Einige von unserer Gruppe haben noch nie Steigeisen angehabt. Das mag dem erfahrenen Alpinisten spanisch vorkommen - aber es war tatsächlich kein Problem für die Steigeiseneinsteiger innerhalb einer Stunde die notwendigen Techniken in einem Crashkurs zu erlernen.
Mit Anbruch der Dunkelheit sind wir zurück in der Hütte. Unsere nunmehr drei Bergführer (wir sind zu fünft) kochen für uns Suppe und ein Nudelgericht. Unser Hunger hält sich in Grenzen und wir versuchen in erster Linie viel zu trinken. Gegen 20h00 kriechen wir in unsere Schlafsäcke. Vorher nehmen Doreen und ich ich noch je eine Paracetamol in der Hoffnung, dass, falls der Kopfschmerz kommen sollte, die Schmerzrezeptoren bereits blockiert sind.
Schlafen ist anders. Wir liegen und dösen. Ständig muss jemand auf die Toilette. Ich warte förmlich auf den Kopfschmerz, aber nichts passiert. Schließlich finde ich so etwas wie Schlaf, immerhin für etwa eine Stunde.

Tag 6: Aufstieg zum Gipfel des Cotopaxi
Dann um Mitternacht piepsen die Uhren. Wir sind vorbereitet und schlüpfen innerhalb weniger Minuten wie die Feuerwehrmänner in unsere Klamotten. Dünne lange Unterhose, Berghose, Überhose. Funktionsshirt, 200er Fleece, Jacke. Sonnencreme ins Gesicht. Brille in der Tasche. Handschuhe und Mütze griffbereit. Den Klettergurt ziehen wir direkt an. In der Küche fülle ich für Doreen und mich je 2 Liter ecuatorianische Mischung ab: 1,5l heißes Wasser und 0,5l Gatorade. Die Kamera fixiere ich griffbereit am Rucksack.
Mein Frühstück besteht aus ein paar Tassen Cocatee und vier Scheiben pappigem Weißbrot. Mehr kriege ich nicht runter.

Endlich geht es los. 1 Uhr. Am Gletscher ziehen wir die Steigeisen an und gehen in die am Vortag vereinbarten Seilschaften.
Liam (Kanada) und Rasmus (Dänemark) mit einem Bergführer machen den Anfang. Dann kommen Roberto mit einem Bergführer und schließlich Doreen und ich mit unserem Bergführer Marco.
Nach einem langsamen Eingehschritt werden wir langsam schneller und überholen Liam und Rasmus. Roberto setzt sich langsam nach vorne ab.

Es geht steil nach oben, Spuranlage in Serpentinen ist in Ecuador nicht angesagt. Die Flanken des Cotopaxi sind zwischen 35° und 40° steil, stellenweise vielleicht sogar etwas mehr. Stufen gibt es nicht. Das bedeutet permanentes Steigen seitwärts. Gerne würde ich das Bergbein wechseln, doch der extrem starke und eisige Wind zwingt uns dazu, über Stunden das linke Bein oben zu haben. So ist der Sturm im Rücken, die Kälte im Gesicht wäre unerträglich.

Zum Glück habe ich einen Trinkschlauch. Doreen und ich trinken ab und an einen kleinen Schluck lauwarmer Gatorade-Mischung ohne den Rucksack abnehmen zu müssen. Zwar bildet sich ab und an etwas Eis im Mundstück, aber durch die Schlauchisolierung und den warmen Inhalt ist das kein Problem.
Hunger verspüren wir kein bisschen. Unser Berführer Marco gibt uns hin und wieder einfache, aber wirkungsvolle Tipps und Hinweise: “Es ist normal wenn man sich hier oben schlecht fühlt - das macht nichts - man muss einfach nur weiter gehen.” Oder: “Denkt nicht an den Gipfel, denk an Deine Hund, an Deine Katze, an Deine Freunde, an Deine Eltern… und gehe einfach nur weiter, immer weiter.”

Fast unbemerkt wird es hell.Das Wetter klart auf. Irgendwie geht es uns auf einmal richtig gut. Es riecht leicht nach Schwefel, da der Berg immer noch aktiv ist.
Nach einer letzten kleinen Steilstufe erreichen wir um 6:30 Uhr den Gipfel. Unglaublich - wir haben es geschafft!!! Eine grandiose Aussicht auf Chimborazo, die Ilinizas und bis zum Vulkan Tunguruahua, der eine schwarze Rauchsäule in den Himmel spuckt, belohnt uns.

Der Blick in den Krater des Cotopaxi ist beeindruckend. Rasmus und Liam kommen etwa 20min. nach uns auf den Gipfel. Wir gratulieren uns, machen Fotos und drehen ein kleines Video. Rasmus hat extra eine Dänische Flagge gebastelt um damit auf dem Gipfel zu stehen.
5897m.

The crator

Dann beginnt es langsam kühl zu werden. Doreen, Marco und ich beginnen mit dem Abstieg. Schnell geht es hinab über die weiten Flanken des Cotopaxi. Wir erreichen die Hütte gegen 8:30: 5,5Std. Aufstieg und 1,5 Std Abstieg - das ist eine kernige Zeit und ich glaube damit war Doreen die schnellste Frau, die Marco bis dahin geführt hatte. Er gratuliert uns mehrfach für die gute Leistung.
Wir packen unsere großen Rucksäcke, trinken Tee und essen ein paar Chips. Roberto war bereits kurz vor uns wieder auf der Hütte, aber Liam und Rasmus lassen auf sich warten. Ziemlich fertig schlagen sie etwa eine Stunde später auf. Gemeinsam torkeln wir den sandigen Weg zum Parkplatz wo bereits unser Pick-Up wartet. Noch einmal geht es gemeinsam ins Hostal Walhalla. Wir nehmen eine Dusche, essen zu Mittag und fahren dann ins Office von Moggely in Quito. Dort geben wir das geliehene Material zurück, verabschieden uns von unseren Bergkameraden und den drei Führern. Die nette Besitzerin der Agentur, Ely, wünscht uns alles Gute und wir gehen unserer Wege.

Rock´n`Roll!

Tipps und Tricks:
- Steigeisenfeste Schuhe mitbringen, Schalenschuhe sind aber nicht nötig. Man kann auch Schuhe leihen, aber ob die dann passen…
- Wanderstöcke: gibts nicht im Verleih, lohnen sich aber bei den Trekking Touren auf jeden Fall
- Trinken: In Ecuador gibts überall Gatorade. Einfach eine 1/2l Flasche Gatorade auf 1,5l heisses Wasser. Passt.
- Helme, Gurt sind bei Moggely inkludiert. Gute Qualität (Black Diamond, Petzl). Die Jacken und Hosen sind allerdings eher B-Ware (einfachste Regenjacken)
- so planen, dass man nicht am Wochenende am Cotopaxi ist, da dann die Hütte sehr voll sein kann
- Minivorhängeschloss für die Stauschränke auf der Cotopaxihütte ist sinnvoll.

Höhentipps:
- Akklimatisation: Unser Wochenprogramm war super effektiv, insbesondere die Übernachtung auf der Iliniza-Hütte hat viel gebracht.
- Pressure Breath: Durch die gespitzten Lippen so ausatmen, dass sich der Innendruck in der Lunge erhöht. Ich bilde mir ein, dass ich so besser Sauerstoff aufnehme.
- Cocatee: Gibts im Teebeutel. Hilft nur begrenzt, ist aber gut für den Magen und der Kreislauf geht Nachts nicht so runter. Ansonsten immer viel trinken, auch wenn der Weg aufs Klo nachts nervt.
- Nicht jedes Unwohlsein ist Höhenkrankheit - Kopfschmerzen und Erbrechen können dazu gehören und gehen vorbei wie ein Kater. Keine Panik. Die Bergführer kennen sich da aus.
- Ruhig nachts ein-zwei Aspirin nehmen - aber nicht mehr da sonst ernsthaftere Formen der Höhenkrankheit (Hirnödem) nicht schnell genug erkennbar sind.

Kosten:
Der Trip hat inklusive Übernachtung, Verpflegung, Berführern und Material pro Person knappe 500 US-Dollar (ca. 340 Euro) gekostet. Hinzu kommen etwa 20 Dollar/Person an Trinkgeldern für die Guides.

Und hier das Bilderalbum zur Tour

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Also, ein paar Länder fehlen noch.

Februar 23rd, 2008 by Jo


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Zurück aus Ecuador

Januar 31st, 2008 by Jo

Wir sind zurück aus Ecuador und hatten eine Wahnsinnszeit.
Kurz-Zusammenfassung:
1) Besteigung von Iliniza Norte und Cotopaxi
2) Gute Zeit in Banos
3) Super Trip auf die Galapagos-Inseln

Als Teaser hier ein kleines Video mit unseren gefilmten Eindrücken von den Inseln. Ich plane noch einen Reisebericht über alles und natürlich - auch die Photos wird es demnächst zu sehen geben.

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Höhlentour im Französischen Jura/ Franche Comt?

November 26th, 2006 by Jo

Letztes Wochenende war ich mit einigen Leuten aus Aachen, Erkelenz, Frankfurt, München und Prag (Petr, Oliver, Dagmar, Linda, Tony, Wolfgang, Robert, ich) auf einer 4-Tägigen Höhlentour in Frankreich.
Wir haben drei große Höhlen befahren.

Gouffre des Essarlottes
Die erste Höhle, die Samstag auf dem Programm stand ist eine noch recht neue Entdeckung in der sogar noch in den Eingangschächten die Forschungsseile hingen.
Zunächst führen mehrere recht enge Abseilstellen die durch teilweise enge Schlufstellen verbunden sind auf ca. -79m. Dort schließt sich ein mächtiger Gang an, der über mehrere 100 Meter bis auf -147 hinabführt.
Der Gang ist größtenteils aquatisch und verbindet verschiedene Galerien und Hallen, unter anderem den Salle Victoir und die wunderschöne Galerie des Perles in der sogar noch Perlen zu sehen sind. Leider hat schon jemand ein paar geklaut, was eigentlich echt unfassbar ist, wenn man bedenkt, dass in diese Höhle nur Leute reinkommen die ein wenig Ahnung haben.
Die Höhle hat mir super gut gefallen. Sie ist sportlich und abwechslungsreich, hat viel fürs Auge und ist zudem in der Orientierung recht einfach.

1_Essarlottes 9e.JPG

Baume de St. Anne / Grotte des Cavottes
Am zweiten Tag waren wir nach der doch recht harten Einstiegstour in die Essarlottes zum Teil etwas erschöpft und wir waren uns einig, dass heute nicht so etwas richtig hartes auf dem Programm stehen sollte. Wir teilten uns und eine Hälfte (Robert, Oli, Petr) ging in die berühmte St. Anne und die andere Hälfte (Tony, Linda, Dagmar und ich) befuhren die Grotte des Cavottes. Die St. Anne ist wegen ihrer riesigen Halle und dem Lichteinfall durch den Deckenschacht berühmt. Auf dem Bild unten sieht man das Seil an dem es in die halle und wieder raus geht. Die Seilstrecke beträgt über 40m.
Die Grotte des Cavottes ist eine ziemlich trockene und geräumige Höhle mit einer kleinen Traverse und ein paar kleineren Abseilstellen.
Im oberen Teil sind wohl öfter größere Besuchergruppen, aber dennoch ist die Höhle sauber und wirklich sehenswert.
Beide Gruppen hatten übrigens Glück, da sie alleine in den Höhlen sein durften.
Die Cavottes hat mir erstaunlich gut gefallen, sie war genau das richtige an diesem Tag und auch in unserer kleinen Gruppe hat es gut gepasst.

2_Baume St Anne022b.JPG

Borne aux Cassots
Die Borne aux Cassots gehört schon zu meinen längeren und anstrengenderen Höhlen.
Zunächst muss beim örtlichen Höhlenclub eine Genehmigung besorgt werden, da die Höhle mit einem Zahlenschloss gesichert ist. Bei Regen kann der Eingangsschluf siphonieren, man kommt dann also nicht mehr raus und muss warten bis das Wasser wieder weg ist. Wir hatten allerdings trotz relativ starkem Regen dieses Problem nicht und konnten daher das eingebaute Notfalltelefon leider nicht benutzen.

Topo borne aux Cassots

Die Höhle ist einfach riesengroß. Es geht zunächst ca. 1 Stunde über riesige Geröllberge hoch und runter, bis man zu einer Gabelung gelangt. Hier ist der rechte Weg der einfachere und auch lohnendere (R?au Alain). Es gibt unglaublich schöne Tropfsteinformationen und klasse Wasserfälle und schön geschliffene Felsstrukturen. Wer dann noch motiviert ist kann sich in mühevoller Nervarbeit ins R?au Pourri vorarbeiten. Mühevoll? Es geht zunächst durch einen sehr engen und ca. 70m langen Schluf, auf dem man teilweise auf dem Rücken, dann auch mal auf der Seite und auch mal auf dem Bauch über fiese Spitzen kriechen muss in einen geräumigen großen Gang. Es gibt da sehr interessante Gipsblumen auch noch einen schönen Tropfstein. Aber mir und Linda ist der lange Schluf etwas zu lang gewesen und auch das ständige auf und ab durch die riesigen Geröllhalden in der Höhle ist etwas ermüdend. Wir machen uns alleine auf den Rückweg und ich war wirklich das erste Mal im Leben erleichtert aus einer Höhle wieder heile raus gekommen zu sein. Aber - eins muss ich sagen - schön ist die Höhle dennoch. Zum Teil habe ich mich allerdings erst wieder beim Betrachten der Bilder daran erinnert…

3_Borne aux Cassot043b.JPG

Der gesamte Trip war in jedem Fall der Hammer, die Gruppe lustig und verantwortungsbewusst, die Höhlen super ausgesucht und ich sach mal nächstes Jahr gerne wieder!!!

Bilder gibts in meiner Flickr-Galerie

(Die hat alle der Oli gemacht und von Petr kommen wohl auch noch welche hinzu)

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Verkehr in Bangkok, Chinatown - smoothe Hektik

Oktober 4th, 2006 by Jo

Habe mir grade den Videoclienten für das IP-TV-Portal democracy runtergeladen und von dem meine Festplatte nach Videos durchkämmen lassen. Siehe da, es kam z.B. ein kleiner Clip aus dem letzten Thailandurlaub zum Vorschein. Kurz bei Youtube eingestellt, den Code rüberkopiert und nun kann man hier die smoothe Hektik von Bangkoks Chinatown begutachten.

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Reisebericht Thailand Part Four - Bangkok und Schneider-Spezial

März 7th, 2006 by Jo
The whole story is published in 5 Parts
__Part One: Abflug und Ankunft - Departure and Arrival
__Part Two: Thailands Norden - Northern Thailand
__Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan, Bangkok - The Islands Koh Phayam and Koh Phangan
__Part Four: Bangkok mit Spezial: Schneider in Bangkok - Bangkok with Special: Tailors in Bangkok
__Part Five: Dubai

Reisebericht Thailand Part Four - Bangkok und Schneider-Spezial

Bangkok die Zweite
In Bangkok übernachten wir wieder günstig und komfortabel in der Umgebung der Kao San Road (wie bei unserer Ankunft), und genießen es, uns in der pulsierenden Stadt einfach treiben zu lassen.

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Natürlich besichtigen wir auch die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten wie den Königspalast und den Liegenden Buddah.
Auch die Neustadt, in der sich mehrere gigantische Shoppingcenter gegenseitig mit Luxus und Vielfalt überbieten – zu überwiegend wesentlich günstigeren Preisen als in Deutschland – ist uns einen Besuch wert. Beeindruckt hat uns hier insbesondere der Food Court und Spezialitätensupermarkt im Basement des Paragon Shopping Centers.
Asia Food von höchster Güte und maximaler Auswahl. Alles frisch. Also nicht nur die Wok – und Suppen-Gerichte von den traditionellen Märkten sondern auch Süßspeisen und Leckereien von Thailand bis Japan. Allein die verschiedenen Reissorten die dort bergeweise liegen haben mich fasziniert.

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China Town sollte man auch gesehen haben. Es ist jedoch ziemlich abgas-verpestet und das führt bei uns beiden zu richtigen Kopfschmerzen. Nach 2 Stunden haben wir daher das dringende Bedürfnis hier raus zu kommen…
Ein krasses Erlebnis ist übrigens unsere Rückfahrt von der Sukhumvit Road zur Kao San Road. Kein Taxi will uns fahren, einmal saßen wir sogar schon drin und müssen nach einigen Metern wieder aussteigen.

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Durch den extremen Verkehr befürchten die Taxifahrer ein Verlustgeschäft, da sie nur im Stau stecken würden. Wir entschieden uns für ein Motorradtaxi. Und das ist mal richtig krass. Die Jungens fahren mit Badelatschen halsbrecherisch zwischen den Autos durch, nutzen die Gegenfahrbahn, drängeln, bremsen, geben Gas. Wie in einem schlechten Computerspiel… Wir kommen nach nur 20 Minuten Fahrt, die im Taxi wahrscheinlich 2 Stunden gedauert hätte, mit lebensbedrohlichen Adrenalinwerten, wieder in „unserem Viertel“ an.

Die Schneider von Bangkok
überall gibt es in Bangkok Schneider und die Verlockung sich für Rund 120 Euro einen Anzug maßschneidern zu lassen ist natürlich groß. Bei den meisten Schneidern handelt es sich um indische Einwanderer.
Einer meiner ersten Wege führt auch in einen Schneiderladen. Die Vorzeigestücke von „The Boss Tailor (an der Ecke zum Rambuttri Inn, Soi Rambutri)“ können mich in ihrer Qualität halbwegs überzeugen (keine geklebten- sondern pikierte Revers, keine Schaumstoffpolster - sondern Textilpolster, kein Nylon- sondern Viskosefutter, handgesäumte Knopflöcher) und ich lasse dort maßnehmen.
Bei den Stoffen gibt es viele Fakes, die englische Qualität signalisieren sollen, aber aus sonst wo kommen („made in english quality“). Hier muss man einfach mit dem Stoff heftig herum knittern, ihn aufeinander reiben etc. um zu sehen ob er was kann oder nur schön aussieht. Wo die Stoffe genau her kommen und ob die angeblichen Kaschmir- und Seide- Anteile immer so stimmen ist sehr schwierig zu sagen. Da hilft letztendlich nur Vertrauen und der Knittertest.
Ich suche mir zwei Stoffe aus und gebe zwei unterschiedlich geschnittene Anzüge in Auftrag. Einen klassisch geschnittenen Businessanzug und einen eher cool geschnittenen mit zwei Knöpfen, weniger Schulterpolster und tiefer sitzender Hose. Hier ist es wichtig, eine Vorstellung oder ein Bild davon zu haben was man will. Sonst kommt sehr wahrscheinlich ein etwas fader 0815 Anzug raus, der lediglich (hoffentlich) gut sitzt.
Grundsätzlich werden ohne Nachfrage kein Schlitz am Gesäß und auch kein Knopfloch im oberen Revers eingearbeitet. Das muss man extra sagen, es kostet nicht mehr, spart aber natürlich Arbeit, wenn man es weglässt. Auch an den Köpfen wird teilweise gespart, notfalls muss man sich dann in Deutschland noch mal hochwertigere Knöpfe annähen lassen.
Ein Anzug kostet inklusive Stoff ca. 600 Baht, also etwas über 120 Euro. Man macht bei der Bestellung eine Anzahlung von 30-50% und bezahlt den Rest wenn alles fertig ist. Der Gegenwert entspricht hier qualitativ einem guten Konfektionsanzug für ca. 600 Euro.
Noch größer ist der Unterschied natürlich für Leute denen Konfektion nicht passt (sehr lange Arme, buckeliger Rücken etc.)
Ich denke für ein gutes Ergebnis sind ca. 3 Anproben an 2-3 Tagen optimal. Ein Anzug der in 24 Stunden zusammen geschneidert wird (damit werben einige Schneider) kann nur zufällig wirklich exakt sitzen.
Soll es etwas spezieller aussehen kommen die SchneiderInnen an ihre Grenzen - es kann länger dauern und man muss selber ganz genau sagen was wie sein soll.
Stylistische, kreative Beratung ist selten. Das macht die Sache für Damenkleider, bei denen ja genau das gefragt ist etwas schwierig – wir haben kein Kleid gesehen, dass wirklich Klasse hatte.
Ich bin am Ende der Anproben jedenfalls recht zufrieden und habe die Anzüge auch im “harten” Alltag (lange Bahnfahrten, Taschen schleppen…) getestet und bin bisher recht zufrieden.

Weiter gehts…
Denn nach drei Tagen haben wir prinzipiell genug von der Stadt - und unser Urlaub neigt sich auch dem Ende. Am Vorabend unserer Abreise verschenken wir noch einige Decken und Utensilien die wir nicht mehr brauchen an zwei bettelnde Mütter am Strassenrand.
Unser Fug am nächsten Nachmittag hebt püngtlich ab - in Richtung Dubai…

übrigens: Unser Reiseführer, der sich absolut bewährt hat war der Loose Reiseführer Thailand. Er ist grade (2005) neu rausgekommen und somit sehr aktuell und war häufig präziser und besser als z.B. der Lonely Planet

Demnächst in der jo-zone: Dubai für Backpacker - (wie) geht das?

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Thailand Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan

März 4th, 2006 by Jo
The whole story is published in 5 Parts
__Part One: Abflug und Ankunft - Departure and Arrival
__Part Two: Thailands Norden - Northern Thailand
__Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan, Bangkok - The Islands Koh Phayam and Koh Phangan
__Part Four: Bangkok mit Spezial: Schneider in Bangkok - Bangkok with special: Tailors in Bangkok
__Part Five: Dubai

Thailand Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan

Von Chiang Mai nach Koh Phayam
Uns erwartet eine ungeahnt zügige Weiterreise in den Süden. Ankunft mit Air Asia am frühen Abend in Bangkok, dann Fahrt mit dem Zug vom Airportbahnhof zum Hauptbahnhof. Dort ergattern wir mit etwas Glück die letzten beiden Tickets mit dem 23:00 Uhr-Zug in Richtung Chumphon. Kein Liegewagen aber Klimaanlage und bequeme Sessel. In jedem Waggon fährt zudem eine eigene Zugbegleiterin mit und es patroullieren auch uniformierte Aufpasser. Trinkwasser und ein Stück Pizza ist inklusive.

Wir steigen gegen 6 Uhr in Chumphon aus und finden nach etwas rumsuchen einen Minibusanbieter bei dem wir ein Ticket nach Ranong an der Westküste kaufen (ca. 2 Std. Fahrt). Wir erreichen Ranong am frühen Vormittag und nehmen dort ein Pickup-Taxi zum Koh Phayam / Koh Chang Peer. Zufällig legt grade ein Speedboat ab, das uns innerhalb einer Stunde nach Koh Phayam bringt. Dort angekommen sind wir zunächst etwas enttäuscht. Die autofreie, kleine und wenig touristische Insel wirkt ein wenig vermüllt, es ist diesig. Eine Amerikanerin die wir treffen klagt über den dreckigen Strand und dass alles noch vom Tsunami zerstört sei. Wir essen erstmal etwas und nehmen dann ein Motorradtaxi zum Hauptstrand (Ao Yai-Beach) an der Westküste. Zufällig landen wir bei der Bungalowanlage Coconut Bungalows die mir aufgrund der netten Bedienung und der schönen Hütten direkt gut gefällt. Wir mieten eine große Hütte mit Veranda, Bad und großem weichen Doppelbett. Natürlich mit Meerblick. Der Ort ist perfekt geeignet zum relaxen. Die Küche ist sehr gut und der Strand fast menschenleer. Werbeprospekte sprechen vom „Koh Samui in the seventies…“

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Wir genießen die Ruhe und das einfach nichts tun müssen. Abends gehen wir am langen Strand joggen. Die Wellen zum Surfen, von denen der Reiseführer spricht, gibt es leider nicht. Das Meer ist ruhig. Schwimmen macht allerdings leider nicht immer Spaß, da es riesige Feuerquallen gibt (Durchmesser 1,50m, ohne Seemannsgarn) die ab und zu in die Bucht treiben und echt unheimlich aussehen.
Das Essen bei Coconut Bungalows ist nahezu perfekt.
Um ein wenig Musik zu hören gehen wir später am Abend gerne in die Rasta Baby Bar.
Die Rastababy-Bar am Ende der langen Bucht ist nämlich der Knaller und sorgt nach einem langen Tag des Nichtstuns für einen angemessenen Ausklang mit Thai-Reggae, einem gediegenen Getränk, guten Leuten und allem was noch so dazu gehört.

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Von Koh Phayam nach Koh Phangan
Chillen pur nervt irgendwann natürlich auch und nach einigen Tagen brechen wir auf – ohne zu wissen wohin genau. Zunächst wieder zurück nach Ranong. Dann, nach langen Diskussionen und Abwägungen zwischen Krabi (um dort noch zu klettern) und einigen anderen Spots entscheiden wir uns für Koh Phangan, der Insel die u.A. durch ihre Full Moon Partys berühmt wurde. Die Reise dorthin verläuft, nachdem wir erstmal geklärt hatten, dass wir da auch hin wollen, wie alles in Thailand smooth. Es geht per Bus von Ranong (Westküste) nach Surat Thani (Ostküste) und von dort nach einer übernachtung in einem schmierigen Hotel mit dem Boot nach Koh Phangan. In Surat Thani nerven einen übrigens die vielen Fähr-Anbieter. Unsere Wahl für Seatran, deren Büro direkt am Hafen in der Nähe vom Food Market ist, war OK. Das Komplettticket inkl. Busfahrt zum ca. 50 km entfernt gelegenen Peer ist mit 320 Baht völlig OK.

Auf der Fähre lassen wir uns (hier wäre es vielleicht dekadent, da normal) die Füße massieren und kommen relaxt und guter Dinge in Tonsala, dem Hauptort von Koh Phangan an. Dort ist es natürlich so richtig touristisch und wir waren kurzfristig etwas angenervt von den Menschenmengen und den nervigen Taxivermittlern.

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Koh Phangan
Wir entscheiden uns für ein Taxi in Richtung Norden, da uns die Beschreibung im Reiseführer ganz gut gefallen hat. Nochmals kurzzeitig etwas abgeturned von der Enge zwischen den dortigen Bungalowanlagen vermissen wir unser lieb gewonnenes Lonely-Beach-Style Koh Phayam.
Wir leihen uns zwei Mopeds und erkunden erstmal die Gegend, in der Hoffnung einen anderen, relaxteren Strand zu finden. Und siehe da – wie es der Zufall will, finden wir nach intensiver Suche den Hat Tian Beach, der mit dem Slogan: One Beach, one Bungalow, one Family – Quietness, wirbt. Stimmt, kann man da nur sagen.
Abgelegen von der Hauptstraße geht es eine recht lange, steile, ausgewaschene Lehmpiste hinunter und man hat echt seine Ruhe.
Pauschalurlauber oder übliche Phangan Touristen scheinen da nicht so drauf zu stehen, denn es ist tatsächlich kaum was los. Dafür ist das Publikum umso alternativer hier unten. Kiffen statt Zähneputzen lautet hier für den ein oder anderen die Devise. Das zeitweise bunte Panoptikum aus Exknackis, Rastas und anderen Experten könnte vielleicht auch neben der Einsamkeit der Grund sein, dass hier nicht jeder bleiben will. Wir haben Glück und bekommen eine Hütte direkt am Wasser. Essen und Stimmung sind wieder super. Mit unseren Mopeds, die übrigens nur 3 Euro am Tag kosten, sind wir mobil und können, wenn es uns zu ruhig wird über die Insel fahren.
Morgens geht es z.B. zum Schnorcheln an ein wundervolles Korallenriff, bei dem ich angesichts der Masse der mich umgebenden Fischschwärme fast schon Beklemmungen hatte (zu viel „Der Schwarm“ gelesen?)

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Leider wurde uns – und das war auch das einzige Diebstahlerlebnis – beim anschließenden Sonnen ein Schnorchelset geklaut, vermutlich von anderen Touristen.
Auch neben dem Tauchen kann man auf der Insel wirklich richtig viel Sport wie z.B. Mountainbiken, Trekking durch die steilen Berwälder, Motocross. Auch fürs Offroaden finden sich genügend abgerutschte und ausgewaschene Lehmstrassen. Hier sollte man allerdings etwas Rücksicht nehmen, da einige Pisten von der Natur nicht geduldet werden und total weg erodieren. Es lösen sich stellenweise riesige Granitblöcke aus den Hängen und die Betonierten Abwasserkanäle an den Straßenrändern werden teilweise einfach weggespült.
Wir fahren übrigens nach zwei Tagen, als wir uns sicherer fühlen nur noch auf einem Moped gemeinsam – das dadurch allerdings schrecklich gequält wird. Ein Ausflug an der Ostküste bringt uns bei der Suche nach einem Wasserfall in steilstes und eigentlich eher motocross-mäßiges Gelände. Im ersten Gang mit Vollgas steil bergauf, bis zum Stillstand und dann allein weiter, einer zu Fuß wieder bis zum Stillstand. Irgendwann qualmt und stinkt die Maschine bedenklich, sie fährt aber noch – allerdings irgendwie mit weniger Power…

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Hier noch ein paar Worte zu den Orten auf der Insel:
Tonsala ist abends ziemlich belebt, hat eine nette Urlaubsatmosphäre mit vielen Bars und dem typischen, nervigen Angebot gefälschter Surfklamotten.
Der Veranstaltungsort der Fullmoon Party im Süden nervt dagegen schon ein bisschen… für meinen Geschmack ists von allem etwas zu viel und zu schnell und zu eng. Krass ist auch die Müllverbrennung direkt hinter dem Hauptbeach, wobei ich fairer weise sagen muss, dass in Thailand tatsächlich auch Mülltrennung professionell praktiziert wird.
Ganz lässig ist noch Chalok Lam, ein kleiner Fischerort im Norden.
Mein Fazit: auch bei allem Tourihype mit Fullmoon Party etc.: Noch gibt es ruhige und schöne Plätze an denen Du Dich zurückziehen kannst. Und wenn es Dir zu einsam wird… einfach Mopedfahren…
Unser Aufenthalt neigt sich langsam dem Ende. Wir fahren nach 5 Tagen auf Koh Phangan früh morgens mit dem Katamaran-Speedboat über Koh Tao nach Chumphon und sind von dort per Reisebus am Abend in Bangkok. Eine echt schnelle und zudem günstige Verbindung.

Und bald hier in der jo-zone: Bangkok die zweite - Zwischen Shoppingtempeln, Schneidern und Buddhistischer Kultur
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