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Thailand Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan

März 4th, 2006 by Jo
The whole story is published in 5 Parts
__Part One: Abflug und Ankunft - Departure and Arrival
__Part Two: Thailands Norden - Northern Thailand
__Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan, Bangkok - The Islands Koh Phayam and Koh Phangan
__Part Four: Bangkok mit Spezial: Schneider in Bangkok - Bangkok with special: Tailors in Bangkok
__Part Five: Dubai

Thailand Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan

Von Chiang Mai nach Koh Phayam
Uns erwartet eine ungeahnt zügige Weiterreise in den Süden. Ankunft mit Air Asia am frühen Abend in Bangkok, dann Fahrt mit dem Zug vom Airportbahnhof zum Hauptbahnhof. Dort ergattern wir mit etwas Glück die letzten beiden Tickets mit dem 23:00 Uhr-Zug in Richtung Chumphon. Kein Liegewagen aber Klimaanlage und bequeme Sessel. In jedem Waggon fährt zudem eine eigene Zugbegleiterin mit und es patroullieren auch uniformierte Aufpasser. Trinkwasser und ein Stück Pizza ist inklusive.

Wir steigen gegen 6 Uhr in Chumphon aus und finden nach etwas rumsuchen einen Minibusanbieter bei dem wir ein Ticket nach Ranong an der Westküste kaufen (ca. 2 Std. Fahrt). Wir erreichen Ranong am frühen Vormittag und nehmen dort ein Pickup-Taxi zum Koh Phayam / Koh Chang Peer. Zufällig legt grade ein Speedboat ab, das uns innerhalb einer Stunde nach Koh Phayam bringt. Dort angekommen sind wir zunächst etwas enttäuscht. Die autofreie, kleine und wenig touristische Insel wirkt ein wenig vermüllt, es ist diesig. Eine Amerikanerin die wir treffen klagt über den dreckigen Strand und dass alles noch vom Tsunami zerstört sei. Wir essen erstmal etwas und nehmen dann ein Motorradtaxi zum Hauptstrand (Ao Yai-Beach) an der Westküste. Zufällig landen wir bei der Bungalowanlage Coconut Bungalows die mir aufgrund der netten Bedienung und der schönen Hütten direkt gut gefällt. Wir mieten eine große Hütte mit Veranda, Bad und großem weichen Doppelbett. Natürlich mit Meerblick. Der Ort ist perfekt geeignet zum relaxen. Die Küche ist sehr gut und der Strand fast menschenleer. Werbeprospekte sprechen vom „Koh Samui in the seventies…“

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Wir genießen die Ruhe und das einfach nichts tun müssen. Abends gehen wir am langen Strand joggen. Die Wellen zum Surfen, von denen der Reiseführer spricht, gibt es leider nicht. Das Meer ist ruhig. Schwimmen macht allerdings leider nicht immer Spaß, da es riesige Feuerquallen gibt (Durchmesser 1,50m, ohne Seemannsgarn) die ab und zu in die Bucht treiben und echt unheimlich aussehen.
Das Essen bei Coconut Bungalows ist nahezu perfekt.
Um ein wenig Musik zu hören gehen wir später am Abend gerne in die Rasta Baby Bar.
Die Rastababy-Bar am Ende der langen Bucht ist nämlich der Knaller und sorgt nach einem langen Tag des Nichtstuns für einen angemessenen Ausklang mit Thai-Reggae, einem gediegenen Getränk, guten Leuten und allem was noch so dazu gehört.

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Von Koh Phayam nach Koh Phangan
Chillen pur nervt irgendwann natürlich auch und nach einigen Tagen brechen wir auf – ohne zu wissen wohin genau. Zunächst wieder zurück nach Ranong. Dann, nach langen Diskussionen und Abwägungen zwischen Krabi (um dort noch zu klettern) und einigen anderen Spots entscheiden wir uns für Koh Phangan, der Insel die u.A. durch ihre Full Moon Partys berühmt wurde. Die Reise dorthin verläuft, nachdem wir erstmal geklärt hatten, dass wir da auch hin wollen, wie alles in Thailand smooth. Es geht per Bus von Ranong (Westküste) nach Surat Thani (Ostküste) und von dort nach einer übernachtung in einem schmierigen Hotel mit dem Boot nach Koh Phangan. In Surat Thani nerven einen übrigens die vielen Fähr-Anbieter. Unsere Wahl für Seatran, deren Büro direkt am Hafen in der Nähe vom Food Market ist, war OK. Das Komplettticket inkl. Busfahrt zum ca. 50 km entfernt gelegenen Peer ist mit 320 Baht völlig OK.

Auf der Fähre lassen wir uns (hier wäre es vielleicht dekadent, da normal) die Füße massieren und kommen relaxt und guter Dinge in Tonsala, dem Hauptort von Koh Phangan an. Dort ist es natürlich so richtig touristisch und wir waren kurzfristig etwas angenervt von den Menschenmengen und den nervigen Taxivermittlern.

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Koh Phangan
Wir entscheiden uns für ein Taxi in Richtung Norden, da uns die Beschreibung im Reiseführer ganz gut gefallen hat. Nochmals kurzzeitig etwas abgeturned von der Enge zwischen den dortigen Bungalowanlagen vermissen wir unser lieb gewonnenes Lonely-Beach-Style Koh Phayam.
Wir leihen uns zwei Mopeds und erkunden erstmal die Gegend, in der Hoffnung einen anderen, relaxteren Strand zu finden. Und siehe da – wie es der Zufall will, finden wir nach intensiver Suche den Hat Tian Beach, der mit dem Slogan: One Beach, one Bungalow, one Family – Quietness, wirbt. Stimmt, kann man da nur sagen.
Abgelegen von der Hauptstraße geht es eine recht lange, steile, ausgewaschene Lehmpiste hinunter und man hat echt seine Ruhe.
Pauschalurlauber oder übliche Phangan Touristen scheinen da nicht so drauf zu stehen, denn es ist tatsächlich kaum was los. Dafür ist das Publikum umso alternativer hier unten. Kiffen statt Zähneputzen lautet hier für den ein oder anderen die Devise. Das zeitweise bunte Panoptikum aus Exknackis, Rastas und anderen Experten könnte vielleicht auch neben der Einsamkeit der Grund sein, dass hier nicht jeder bleiben will. Wir haben Glück und bekommen eine Hütte direkt am Wasser. Essen und Stimmung sind wieder super. Mit unseren Mopeds, die übrigens nur 3 Euro am Tag kosten, sind wir mobil und können, wenn es uns zu ruhig wird über die Insel fahren.
Morgens geht es z.B. zum Schnorcheln an ein wundervolles Korallenriff, bei dem ich angesichts der Masse der mich umgebenden Fischschwärme fast schon Beklemmungen hatte (zu viel „Der Schwarm“ gelesen?)

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Leider wurde uns – und das war auch das einzige Diebstahlerlebnis – beim anschließenden Sonnen ein Schnorchelset geklaut, vermutlich von anderen Touristen.
Auch neben dem Tauchen kann man auf der Insel wirklich richtig viel Sport wie z.B. Mountainbiken, Trekking durch die steilen Berwälder, Motocross. Auch fürs Offroaden finden sich genügend abgerutschte und ausgewaschene Lehmstrassen. Hier sollte man allerdings etwas Rücksicht nehmen, da einige Pisten von der Natur nicht geduldet werden und total weg erodieren. Es lösen sich stellenweise riesige Granitblöcke aus den Hängen und die Betonierten Abwasserkanäle an den Straßenrändern werden teilweise einfach weggespült.
Wir fahren übrigens nach zwei Tagen, als wir uns sicherer fühlen nur noch auf einem Moped gemeinsam – das dadurch allerdings schrecklich gequält wird. Ein Ausflug an der Ostküste bringt uns bei der Suche nach einem Wasserfall in steilstes und eigentlich eher motocross-mäßiges Gelände. Im ersten Gang mit Vollgas steil bergauf, bis zum Stillstand und dann allein weiter, einer zu Fuß wieder bis zum Stillstand. Irgendwann qualmt und stinkt die Maschine bedenklich, sie fährt aber noch – allerdings irgendwie mit weniger Power…

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Hier noch ein paar Worte zu den Orten auf der Insel:
Tonsala ist abends ziemlich belebt, hat eine nette Urlaubsatmosphäre mit vielen Bars und dem typischen, nervigen Angebot gefälschter Surfklamotten.
Der Veranstaltungsort der Fullmoon Party im Süden nervt dagegen schon ein bisschen… für meinen Geschmack ists von allem etwas zu viel und zu schnell und zu eng. Krass ist auch die Müllverbrennung direkt hinter dem Hauptbeach, wobei ich fairer weise sagen muss, dass in Thailand tatsächlich auch Mülltrennung professionell praktiziert wird.
Ganz lässig ist noch Chalok Lam, ein kleiner Fischerort im Norden.
Mein Fazit: auch bei allem Tourihype mit Fullmoon Party etc.: Noch gibt es ruhige und schöne Plätze an denen Du Dich zurückziehen kannst. Und wenn es Dir zu einsam wird… einfach Mopedfahren…
Unser Aufenthalt neigt sich langsam dem Ende. Wir fahren nach 5 Tagen auf Koh Phangan früh morgens mit dem Katamaran-Speedboat über Koh Tao nach Chumphon und sind von dort per Reisebus am Abend in Bangkok. Eine echt schnelle und zudem günstige Verbindung.

Und bald hier in der jo-zone: Bangkok die zweite - Zwischen Shoppingtempeln, Schneidern und Buddhistischer Kultur
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Reisebericht Thailand Part Two: Der Norden

Februar 26th, 2006 by Jo
The whole story is published in 5 Parts
__Part One: Abflug und Ankunft - Departure and Arrival
__Part Two: Thailands Norden - Northern Thailand
__Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan, Bangkok - The Islands Koh Phayam and Koh Phangan
__Part Four: Bangkok mit Spezial: Schneider in Bangkok - Bangkok with Special: Tailors in Bangkok
__Part Five: Dubai

Reisebericht Thailand Part Two: Der Norden

Per Jeep in Richtung Grenzregion
Wir fahren über Asphalt und Off-Road-Pisten durch einsame Bergtäler des Doi Inthanon Nationalparks und kleine Dörfer bis nach Mae Chaem, wo wir in einer seltsam einsamen Hotelbungalowanlage (Mae Chaem Hotel) übernachten. Es gibt ein Schwimmbad, Fitnessraum etc. und die übernachtung kostet 300 Baht (6,50 Euro) für den Bungalow inkl. Dusche/ WC/ Aircondition und wir sind die einzigen Gäste. Es ist fast schon gespenstisch, so allein hier zu sein. Das Essen ist dort absolut scheußlich – etwas angeekelt und mehr aus Höflichkeit würgen wir ein paar Bissen hinunter. Zum Glück finden wir am Markt im Zentrum noch einen Pancake-Stand..
Auch hier im Ort gibt es nämlich wie überall in Thailand einen überdachten Markt mit Essen. Außerdem gibt es hier ein Sportplatz und wenige kleine Läden, aber keine Bar oder andere Angebote für Touristen.
Wir sehen übrigens auch den einzigen toten Hund am Strassenrand – ein Wunder, dass es nicht mehr waren, da sie ständig auf der Strasse rumlaufen, oder sogar dort pennen.

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Begegnung mit den Hmong
Unser Weg führt weiter über steile Bergstrassen entlang des Mae Surin Nationalparks in Richtung des malerischen Städtchens Mae Hong Son.
Auf halbem Weg begegnen uns in einem kleinen Ort viele in Trachten gekleidete Menschen. Wir steigen neugierig aus und gehen etwas verhalten über einen fußballfeld-großen Platz auf dem Alt und Jung in ihren Trachten umhergehen, und sich an einfachen Kirmesevents wie Dosenwerfen aber auch kulturtypischen Spielen, wie z.B. einem speziellen Kreiseldreh-Wettbewerb vergnügen. Besonders fällt uns eine Menschengasse aus Jugendlichen auf, in der sich Jungen und Mädchen gegenüber stehen, und „einfach so“ Tennisbälle zuwerfen.
Nach einiger Zeit spricht uns ein junger Mann und ein etwa 15-Jähriges Mädchen sehr freundlich auf Englisch an. Zunächst werden wir gebeten einen Fragebogen auszufüllen (Warum sind wir hier, was ist unser Lieblingsessen, etc…) und werden nun aufgeklärt, dass es sich um das Neujahrsfest eines Hmong-Stammes handele. Die Hmong stammen ursprünglich aus China, was man auch an ihrer Physiognomie sehen kann und gelten als eine der größten Volksgruppen Asiens. Wir dürfen frei fotografieren und alle sind nett und aufgeschlossen. Viele Jugendliche wollen mit uns auf ein Bild und machen dabei gerne „klassische“ Posen wie das Victory-Zeichen. Das Tennisball-Werfen ist übrigens, so wird uns erklärt, ein alter Brauch um Männlein und Weiblein einander einfach näher kommen zu lassen. Man nutzt das Werfen zur einfachen Kontaktanbahnung, dann kann man mal weiter sehen…
Nach einem kleinen Snack verabschieden wir uns und fahren weiter bis Mae Hong Song, das wir am frühen Abend erreichen.

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Mae Hong Song und Umgebung
Mae Hong Song hat eine total relaxte Kurortathmosphäre. Es gibt nur wenige „Weiße“ und man sieht dafür viele thailändische Touristen die sich in der frischen Bergluft erholen.
Um den zentral gelegenen Stadtsee erstreckt sich ein sehr gepflegter Park und eine Flaniermeile mit Restaurants, Essensständen und einigen Händlern welche die traditionellen Produkte ihrer Bergstämme verkaufen.
Wir nutzen den Ort für einige Tage als Basislager für Tagesausflüge in die umliegende Bergregion. übernachten tun wir im Johnnie´s Hotel direkt am Stadtsee.

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Kulinarisch interessant ist übrigens ein All You Can Eat Thai-Fondue in einem Restaurant direkt am See, bei dem man Fleisch und Fisch auf dem Tisch grillt und gleichzeitig in einer speziellen Vorrichtung Suppe aus Lemongrass, Basilikum und anderem kocht. Die Thais verhalten sich beim All You Can Eat übrigens genauso verfressen wie die Deutschen bei Pizza-Hut und wir müssen echt zusehen von den aus der Küche getragenen Rohfleischbergen auch etwas abzubekommen.

Per Jeep rund um Mae Hong Song
In den folgenden zwei Tagen fahren wir in abgelegene Dörfer an der Birmesischen (Myanmarschen) Grenze und landen auch fast auf der anderen Seite, wenn da nicht mitten im Nichts ein Grenzposten aus Holzpalisaden und Sandsäcken gewesen wäre. Uns wird relativ deutlich klar gemacht, dass das Fotografieren, und vor allem auch wir, hier ziemlich unerwünscht sind…
Einige der dortigen Dörfer lassen sich eindeutig bestimmten Stämmen zuordnen, manche sind erst jüngeren Datums und wurden von Flüchtlingen aus Burma gegründet.

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Die Stämme haben ein sehr unterschiedliches Aussehen. So wirken die Hmong von ihren Gesichtszügen und ihrer Statur her recht „Chinesisch“, die Roten Lahu erinnern mich eher an die nordamerikanischen Apachen und die Karen sind so wie man sich einen hart arbeitenden Bergbauern vorstellt: Gegerbte Gesichter, eher klein, sehnig mit klaren braunen Augen.
Ein kleines Highlight ist der Besuch bei einem Kaffeebauern in Roum Thai, der Arabica-Kaffee anbaut und selber auf offenem Feuer in einer Art Wok röstet. Wir trinken dort erstklassigen Kaffee und kaufen ihm sofort begeistert 500gr ab. Leider entpuppt sich der Kaffee daheim als etwas zu lange oder zu heiß geröstet – man könnte auch verbrannt sagen.
Absolut malerisch ist das Dorf Mae Aw das wie aus einem chinesichen Heimatfilm wirkt. Ein schöner kleiner See, Teeplantagen, Wald, kleine Häuser, lächelnde Menschen.

Angenehm ist überall im Land, dass die Leute einem nicht so hinterher starren. Fremde werden wenig belästigt und ein klares Nein wird meist auch als Nein akzeptiert. Wir werden stets sehr höflich und freundlich behandelt. Viele Thais haben zudem ein ausgeprägtes Dienstleistungsverständnis und bleiben dabei auf Augenhöhe ohne arrogant oder aber unterwürfig zu sein.
Nachdem wir die Gegend gut erkundet hatten geht es weiter in Richtung Soppong.

Nam Lang Cave und Soppong
Auf halbem Weg nach Soppong haben wir einen Djungeltreck zur Nam Lang Cave geplant. Es ist eine angeblich3 stündige Wanderung durch den Dschungel. Um nähere Erkundigungen über den Weg einzuholen fahren wir noch an einer total netten und abgelegenen, aber auch etwas runtergekommenen Hüttenanlage mit dem Namen Wilderness Lodge vorbei. Dort gibt es von einigen engagierten Höhlenforschern zurückgelassene Tourenbeschreibungen. Wir lesen also die auf eine Wand geschriebene Tourenbeschreibung, versuchen uns alles zu merken, parken unser Auto an einem guten Ausgangspunkt und marschierten los. Der beschriebene Pfad ist allerdings kaum noch existent und bereits nach 10 Minuten haben wir im dichten Busch erste Orientierungsprobleme. Nach einigen Klettereien und Schrammen mehr kommen zufällig zwei Teenager auf Fischtour in Flipflops durch den Urwald und zeigen uns den Weg. Wir wären sonst fast schon umgekehrt. Sie schlagen uns erstmal mit ihren Macheten ein paar Wanderstöcke aus Bambusrohr, die wir auch im dichten Unterholz nutzen sollen um Schlangen zu vertreiben. Die Jungs bleiben leider nicht lange bei uns, da sie fischen müssen, weisen uns aber noch grob mit der Hand den Weg:

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Wir laufen und klettern, schlagen uns durch Dschungeldickicht, durchqueren den Fluss weil es nicht weiter geht, wir schwitzen und bluten an einigen Stellen… Schließlich, nach 3 Stunden Hardcore-Wanderung entschließen wir uns aufzugeben und umzukehren. Erst beim Rückweg entdeckten wir den Zulauf, den wir gesucht hatten. Er ist ausgetrocknet und mit Bambus überwachsen. Wir entscheiden uns bis genau 16:30 dem Lauf zu folgen, und auch, wenn wir die Höhle nicht finden würden umzukehren, um vor der Dunkelheit am Auto zu sein. Die Wanderung durch den Bachlauf, der weiter oberhalb etwas Wasser führt, ist traumhaft schön – kühlende Wasserbecken, keine Dornen, schöne Karstformationen. Allerdings werden die zu erkletternden Wasserfälle immer höher und kosten uns Zeit. Zudem sind wir nur zu zweit und wollen durch zu große Hast kein unnötiges Risiko eingehen. Und um 7 Uhr ist es hier stockdunkel. Leider schafften wir es letztendlich nicht mehr bis zum Höhleneingang. Er kann jedoch nicht mehr weit sein, da ich bereits eine Fledermaus sehe. Auf dem Rückweg bricht dann noch bei einer steilen Hangquerung mein Wanderstock und ich stürze einige Meter hinab. Mein Arm blutet etwas. Wir kommen nach vielen Stunden total zerschunden am Auto an und werden dann erstmal von ein paar Rangern am Forstamt (da hatten wir das Auto geparkt) auf einen Thaiwhisky eingeladen.

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Wir waren echt fertig, auch weil wir die Wanderung total unterschätzt hatten und mit Teva-Sandalen und kurzen Hosen auch etwas under-equiped waren. Uns wird auf einmal saukalt, wir drehen die Heizung im Jeep auf maximale Leistung. Unsere Suche nach einer Unterkunft führt uns noch 20 km weiter bis nach Soppong. Wir beziehen Quartier in einer super schönen Unterkunft, der Jungle Lodge, einem meiner Favourite Places unserer Reise. Die kleinen 2 Personen-Hütten sind urgemütlich und haben sogar warmes Duschwasser. Das Essen ist exzellent und die Besitzerin Nuai einfach so sympathisch! Mit diversen Pullis und langen Hosen wird uns bei einem Tee und einer Tom Yum-Suppe wieder richtig warm.

Von Soppong aus kann man perfekt Trekking-Touren machen, ich würde dazu allerdings einen Guide empfehlen, den man einfach vor Ort organisieren kann (zumal es auch kaum gute Karten gibt).
Wir erkunden in den nächsten 2 Tagen mit unserem Jeep die Gegend und treffen auf der Suche nach einer Höhle in der Nähe von Mae Lana auf eine Gruppe Studenten aus Bangkok. Der Onkel einer Studentin ist zufällig örtlicher Höhlenführer und wir werden auf eine kleine aber feine Tour eingeladen. Ohne Helm und ohne Gurt ging es über eine schwankende Bambusleiter in die Tiefe…Die Gegend dort ist übrigens voller imposanter, und soweit ich weis auch noch relativ unerforschter Höhlen.

Weiter nach Pai und zurück nach Chiang Mai
Wir fahren dann, nach 2 Nächten in der Jungle Lodge weiter bis Pai. Pai ist ein typisches Traveller-Nest in dem die weiße Dreadlock-Wickelrock-dicke-Zigaretten-Fraktion das Straßenbild prägt. Es gibt viele Bars und Restaurants und - Touri hin oder her - es gefällt uns da für 2 Tage sehr gut. Unsere Unterkunft (Kanter House) ist auch total nett und zudem zentral gelegen und mit 250 Baht (5 Euro) obendrein günstig.
Mit unserem Mobiltelefon buchen wir von dort einen Flug von Chiang Mai nach Bangkok. Handytelefonie ist in Thailand übrigens extrem günstig. SIM-Karten von z.B. 1-2-Call (GSM) bekommt man in vielen Supermärkten und die passenden Guthabenkarten an fast jeder Ecke. Ein Gespräch über Handy nach Deutschland kostet mit einer günstigen Vorwahlnummer nur neun Bhat/ Minute, also rund 20 Cent.

Gemütlich fahren wir nach zwei Tagen Pai mit unserem lieb – gewordenen Suzuki-Frisösenjeep drei Stunden bis Chiang Mai Airport, wo wir zur Autoübergabe mit dem Verleiher verabredet sind. Die übergabe klappt problemlos.

…und demnächst geht es hier in der jo-zone weiter mit Thailand Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan…
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Reisebericht Thailand Part One - Abflug und Ankunft

Februar 23rd, 2006 by Jo

Executive ;-) Summary:
This article is about a 4 weeks backpack-journey through Thailand in january 2005. I describe our route from Bangkok through northern thailand (plane/jeep), down to the south (plane/train/boat) on the small west-coast island of Koh Phayam and the large and famous island of Koh Phangan and then back to Bangkok. I will also write about Dubai, where we had a three days stopover on the way back to Germany. You also receive useful tipps on accomodation, prices, things to do and to see.
You can find all the good pictures from the trip in the jo-zone picture galery.
The full article is written in german but can be easily translated via the known tools from yahoo and google. OK, I know, sometimes the result is funny…

The whole story is published in 5 Parts
__Part One: Abflug und Ankunft - Departure and Arrival
__Part Two: Thailands Norden - Northern Thailand
__Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan, Bangkok - The Islands Koh Phayam and Koh Phangan
__Part Four: Bangkok mit Spezial: Schneider in Bangkok - Bangkok with Special: Tailors in Bangkok
__Part Five: Dubai

Thailand Part One - Abflug und Ankunft:

Abflug
ab Düsseldorf mit Emirates Airlines via Dubai nach Bangkok. Sehr beeindruckend ist das neue Entertainentsystem an Board. Ein unglaublich breites Angebot internationaler aktueller Spielfilme, Bollywoodproduktionen, ein riesiges Musikangebot, Emailclient etc. stehen einem als Fluggast on demand zur Verfügung – Wir können also komplett selbst entscheiden was wir gucken wollten, da jeder einen eigenen LCD Screen hatte (auch in der Economy Class).

Der 4-Stündige Hinflug-Stopover in Dubai liegt übrigens genau auf Sylvester – zu dortigen 00:00 Uhr – allerdings sind wir etwas enttäuscht, es herrschte komplett „business as usual“ und der einzige Ort wo angestoßen wird ist der Irish Pub, doch das finden wir etwas zu spät heraus…

Ankunft Bangkok: gefälschte T-Shirts und echte (?) Traveller
Ist problemlos, die Temperaturen halten sich zu dieser Jahreszeit (Januar) im Rahmen. Wir nehmen gemeinsam mit einer anderen Deutschen ein Taxi in die Innenstadt in Richtung Kao San Road, dem Travellercentrum der Stadt. In einer Nebenstrasse mietetn wir im Rambuttri-Inn ein einfaches Doppelzimmer für ca. 350 Baht (7 Euro) und erkundeten nach 3 Stunden Schlaf die nähere Umgebung. überall kleine Shops und Marktstände. Angenehm reges Treiben, viele typische junge „Traveller“(oder soche die es werden wollen), nette Bars und Restaurants. Dazu bergeweise gefälschte T-Shirts von Designer- und auch vielen Skate- und Surflabels wie Powell und Quicksilver. Sogar die Nackentags sind eingenäht. Gefälschte Pumaschuhe (Einnäher: Made in USA) und North-Face- Taschen und sogar Jacken runden das Bild ab. Dazwischen gibt es überall was zu essen, besonders lecker finden wir beide immer und immer wieder die Banana Pancakes.
Alles erscheint mir schockierend günstig – Ein qualitativ recht ordentliches nachgemachtes Powell T-Shirt mit penetrantem mehrfarbigem Druck kostet mit etwas handeln ca. 150 Bhat (rund 3 Euro). Und irgendwie bin ich recht schnell genervt von der Markenpiraterie, zumal es auch einfach total peinlich aussieht wenn ständig irgendwelche Prolls mit Gucci-Shirt und Luis Vuiton – Tasche rumlaufen und jeder Bierbauchtourist ein Surf oder Skateboard-Shirt trägt, was einfach nicht zu ihm passt.

Shrain and Fridge. Bangkok

Chiang Mai- Hauptstadt des Nordens
Unser Weg führt am nächsten Tag weiter per Flugzeug nach Chiang Mai im Norden von Thailand. Chiang Mai ist die zweitgrößte Stadt und die Metropole des Norderns und der Flughafen kommt mir erstaunlich groß vor. Per TucTuc geht es in die Stadt zu einem kleinen einfachen Hotel in der Nähe der alten Stadtmauer. Die City hat Charme, ist sehr geschäftig und optisch geprägt von einem langen Stadtmauer- und Wassergrabensystem.
Tourismus ist auch hier im strandfreien Norden ein wichtiger Motor, viele Reiseagenturen bieten ihre Dienste für Trekkingtouren, Rafting, Höhlentrips etc an. Allerdings muss man wissen, dass von Chaing Mai mindestens 4 Stunden Fahrt bis zu den Ausgangspunkten der meisten Touren anstehen und die Agenturen immer so tun, als wäre alles um die Ecke.
Nach einem Besuch des großen Nachtmarktes auf dem unter anderem viel Schmuck und traditionelle Kunst der Bergvölker (Hmong, Karen, Lahu) verkauft wird, starteten wir am nächsten Tag mit einem für 7 Tage geliehenen Suzuki-Jeep (reserviert per Internet), im zunächst etwas chaotischen Linksverkehr, durch.

Chiang Mai Street Scene

Demnächst hier in Part II: Thailands Norden, Jungletrekking, Offroad-Abenteuer… [>>>weiterlesen]

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Tipps Tricks und Erlebnisse vom Campen, Klettern, Wandern, Biken, Shoppen am Gardasee

September 27th, 2005 by Jo Simon

Was haben wir so im Urlaub am See getrieben und was haben wir herausgefunden?
Hier eine kleine Zusammenfassung!

1) Mountainbiken:
Gute Räder gibts in Torbole zu leihen beim Scott Testcenter (und beim Cannondale Testcenter) direkt an der Hauptstrasse. Ein Hardtail kostet ca 18 Euro/ Tag inkl. Rucksack, Luftpumpe, Ersatzschlauch, Helm.
Die haben dort auch Tourenvorschläge, ansonsten gibts noch den Moser-Bikeguide als Buch zu kaufen. Alle Touren die was bringen sind minimum 1000 Höhenmeter am Stück. Unsere Toptour ging von Torbole über Doss Cassina richtung Altissimo und dann über eine lange geile Waldabfahrt runter nach Mori (ca 30km, 1300 Höhenmeter)

2) Klettern
Wenn man über 6/6a+ zieht hat man keine Probleme auch was ruhigeres zu finden- ansonsten sind alle Klettergärten Kursverseucht (z.B. Nago, obwohl die Touren da schon super sind) Es gibt einige Klettergärten die nicht im neuen Arco-führer stehen (z.B. oberhalb von Garda/Torri) und relativ weit weg vom Norden sind - vielleicht ists da ruhiger.
Man braucht ein 60m Seil, teilweise ein 70er.
Seile und Equipment sind billig in Arco bei Redpoint am Markt (ca. 30-50% weniger als in Deutschland)
Die Hakenabstände sind äußerst gering - wer alles Klippen will braucht daher auch 12 Expressen. Meist gute Bolts.

3) Wandern/ Klettersteige
Wir sind mal den Via Ferrata del Amicizia hoch (ca. 1000m, viele Leitern insgesamt 6 Std.) Der startet unten in Riva und geht auf die Cima Sat hoch. Schöne Tour, lohnt sicher.

4) Wellness/ Sauna etc.
Bei schlechtem Wetter lohnt eventl. ein Besuch im Hotel Piccola Italia in Pieve/ Tremosine hoch oben in den Bergen am Westufer. Die haben ein Brunch/ Wellnessangebot für 30 Euro das nicht billig aber ok ist.

5) Shopping/ Städtetouren
Ein gut sortiertes Outlet-Center (Nike, Zara, Calvin Klein etc.) mit super Herren-Mode findet sich kurz hinter Brescia in Franciacorta/ rodengo Saiano. Ich hab mir da direkt drei Lederjacken gekauft, diverse Krawatten und Doreen sich einen superschönen Mantel. Wenn man was sucht scheint speziell Herrenmode für unsere hiesigen 50er Größen da viel im Outlet zu landen (Italiener kleiner?)
Verona ist auch auf jeden Fall eine Reise Wert - die Arena macht aber ab September zu (eventl. gibts dann noch Musicals).
Große Supermärkte findet man zwischen Riva und Arco.

6) Campen
Im Süden Horror! Nur fette Camper. Im Norden eher viele Sportler. Uns hat der Camping Garda in Riva (von Torbole aus hinter dem letzten Tunnel vor Riva rechts ab, nach ca. 400m) gut gefallen. Da waren wir fast allein und der Besitzer ist super nett und hat alles im Blick. Preis mit Auto und Zelt für zwei Pers. 22 Euro. Durschmarken 1 Euro. Billig ist Campen nicht!
Wenn ihr einen Trangiakocher verwendet bekommt ihr den Spiritus dafür als “Alcohol denaturato” im Supermarkt bei Kosmetik/ Putzmitteln. Achtung da haben die auch welchen mit nur 70% - besser ist der mit 90%!

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