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Thailand Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan
The whole story is published in 5 Parts
__Part One: Abflug und Ankunft - Departure and Arrival
__Part Two: Thailands Norden - Northern Thailand
__Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan, Bangkok - The Islands Koh Phayam and Koh Phangan
__Part Four: Bangkok mit Spezial: Schneider in Bangkok - Bangkok with special: Tailors in Bangkok
__Part Five: Dubai
Thailand Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan
Von Chiang Mai nach Koh Phayam
Uns erwartet eine ungeahnt zügige Weiterreise in den Süden. Ankunft mit Air Asia am frühen Abend in Bangkok, dann Fahrt mit dem Zug vom Airportbahnhof zum Hauptbahnhof. Dort ergattern wir mit etwas Glück die letzten beiden Tickets mit dem 23:00 Uhr-Zug in Richtung Chumphon. Kein Liegewagen aber Klimaanlage und bequeme Sessel. In jedem Waggon fährt zudem eine eigene Zugbegleiterin mit und es patroullieren auch uniformierte Aufpasser. Trinkwasser und ein Stück Pizza ist inklusive.
Wir steigen gegen 6 Uhr in Chumphon aus und finden nach etwas rumsuchen einen Minibusanbieter bei dem wir ein Ticket nach Ranong an der Westküste kaufen (ca. 2 Std. Fahrt). Wir erreichen Ranong am frühen Vormittag und nehmen dort ein Pickup-Taxi zum Koh Phayam / Koh Chang Peer. Zufällig legt grade ein Speedboat ab, das uns innerhalb einer Stunde nach Koh Phayam bringt. Dort angekommen sind wir zunächst etwas enttäuscht. Die autofreie, kleine und wenig touristische Insel wirkt ein wenig vermüllt, es ist diesig. Eine Amerikanerin die wir treffen klagt über den dreckigen Strand und dass alles noch vom Tsunami zerstört sei. Wir essen erstmal etwas und nehmen dann ein Motorradtaxi zum Hauptstrand (Ao Yai-Beach) an der Westküste. Zufällig landen wir bei der Bungalowanlage Coconut Bungalows die mir aufgrund der netten Bedienung und der schönen Hütten direkt gut gefällt. Wir mieten eine große Hütte mit Veranda, Bad und großem weichen Doppelbett. Natürlich mit Meerblick. Der Ort ist perfekt geeignet zum relaxen. Die Küche ist sehr gut und der Strand fast menschenleer. Werbeprospekte sprechen vom „Koh Samui in the seventies…“
Wir genießen die Ruhe und das einfach nichts tun müssen. Abends gehen wir am langen Strand joggen. Die Wellen zum Surfen, von denen der Reiseführer spricht, gibt es leider nicht. Das Meer ist ruhig. Schwimmen macht allerdings leider nicht immer Spaß, da es riesige Feuerquallen gibt (Durchmesser 1,50m, ohne Seemannsgarn) die ab und zu in die Bucht treiben und echt unheimlich aussehen.
Das Essen bei Coconut Bungalows ist nahezu perfekt.
Um ein wenig Musik zu hören gehen wir später am Abend gerne in die Rasta Baby Bar.
Die Rastababy-Bar am Ende der langen Bucht ist nämlich der Knaller und sorgt nach einem langen Tag des Nichtstuns für einen angemessenen Ausklang mit Thai-Reggae, einem gediegenen Getränk, guten Leuten und allem was noch so dazu gehört.
Von Koh Phayam nach Koh Phangan
Chillen pur nervt irgendwann natürlich auch und nach einigen Tagen brechen wir auf – ohne zu wissen wohin genau. Zunächst wieder zurück nach Ranong. Dann, nach langen Diskussionen und Abwägungen zwischen Krabi (um dort noch zu klettern) und einigen anderen Spots entscheiden wir uns für Koh Phangan, der Insel die u.A. durch ihre Full Moon Partys berühmt wurde. Die Reise dorthin verläuft, nachdem wir erstmal geklärt hatten, dass wir da auch hin wollen, wie alles in Thailand smooth. Es geht per Bus von Ranong (Westküste) nach Surat Thani (Ostküste) und von dort nach einer übernachtung in einem schmierigen Hotel mit dem Boot nach Koh Phangan. In Surat Thani nerven einen übrigens die vielen Fähr-Anbieter. Unsere Wahl für Seatran, deren Büro direkt am Hafen in der Nähe vom Food Market ist, war OK. Das Komplettticket inkl. Busfahrt zum ca. 50 km entfernt gelegenen Peer ist mit 320 Baht völlig OK.
Auf der Fähre lassen wir uns (hier wäre es vielleicht dekadent, da normal) die Füße massieren und kommen relaxt und guter Dinge in Tonsala, dem Hauptort von Koh Phangan an. Dort ist es natürlich so richtig touristisch und wir waren kurzfristig etwas angenervt von den Menschenmengen und den nervigen Taxivermittlern.
Koh Phangan
Wir entscheiden uns für ein Taxi in Richtung Norden, da uns die Beschreibung im Reiseführer ganz gut gefallen hat. Nochmals kurzzeitig etwas abgeturned von der Enge zwischen den dortigen Bungalowanlagen vermissen wir unser lieb gewonnenes Lonely-Beach-Style Koh Phayam.
Wir leihen uns zwei Mopeds und erkunden erstmal die Gegend, in der Hoffnung einen anderen, relaxteren Strand zu finden. Und siehe da – wie es der Zufall will, finden wir nach intensiver Suche den Hat Tian Beach, der mit dem Slogan: One Beach, one Bungalow, one Family – Quietness, wirbt. Stimmt, kann man da nur sagen.
Abgelegen von der Hauptstraße geht es eine recht lange, steile, ausgewaschene Lehmpiste hinunter und man hat echt seine Ruhe.
Pauschalurlauber oder übliche Phangan Touristen scheinen da nicht so drauf zu stehen, denn es ist tatsächlich kaum was los. Dafür ist das Publikum umso alternativer hier unten. Kiffen statt Zähneputzen lautet hier für den ein oder anderen die Devise. Das zeitweise bunte Panoptikum aus Exknackis, Rastas und anderen Experten könnte vielleicht auch neben der Einsamkeit der Grund sein, dass hier nicht jeder bleiben will. Wir haben Glück und bekommen eine Hütte direkt am Wasser. Essen und Stimmung sind wieder super. Mit unseren Mopeds, die übrigens nur 3 Euro am Tag kosten, sind wir mobil und können, wenn es uns zu ruhig wird über die Insel fahren.
Morgens geht es z.B. zum Schnorcheln an ein wundervolles Korallenriff, bei dem ich angesichts der Masse der mich umgebenden Fischschwärme fast schon Beklemmungen hatte (zu viel „Der Schwarm“ gelesen?)
Leider wurde uns – und das war auch das einzige Diebstahlerlebnis – beim anschließenden Sonnen ein Schnorchelset geklaut, vermutlich von anderen Touristen.
Auch neben dem Tauchen kann man auf der Insel wirklich richtig viel Sport wie z.B. Mountainbiken, Trekking durch die steilen Berwälder, Motocross. Auch fürs Offroaden finden sich genügend abgerutschte und ausgewaschene Lehmstrassen. Hier sollte man allerdings etwas Rücksicht nehmen, da einige Pisten von der Natur nicht geduldet werden und total weg erodieren. Es lösen sich stellenweise riesige Granitblöcke aus den Hängen und die Betonierten Abwasserkanäle an den Straßenrändern werden teilweise einfach weggespült.
Wir fahren übrigens nach zwei Tagen, als wir uns sicherer fühlen nur noch auf einem Moped gemeinsam – das dadurch allerdings schrecklich gequält wird. Ein Ausflug an der Ostküste bringt uns bei der Suche nach einem Wasserfall in steilstes und eigentlich eher motocross-mäßiges Gelände. Im ersten Gang mit Vollgas steil bergauf, bis zum Stillstand und dann allein weiter, einer zu Fuß wieder bis zum Stillstand. Irgendwann qualmt und stinkt die Maschine bedenklich, sie fährt aber noch – allerdings irgendwie mit weniger Power…
Hier noch ein paar Worte zu den Orten auf der Insel:
Tonsala ist abends ziemlich belebt, hat eine nette Urlaubsatmosphäre mit vielen Bars und dem typischen, nervigen Angebot gefälschter Surfklamotten.
Der Veranstaltungsort der Fullmoon Party im Süden nervt dagegen schon ein bisschen… für meinen Geschmack ists von allem etwas zu viel und zu schnell und zu eng. Krass ist auch die Müllverbrennung direkt hinter dem Hauptbeach, wobei ich fairer weise sagen muss, dass in Thailand tatsächlich auch Mülltrennung professionell praktiziert wird.
Ganz lässig ist noch Chalok Lam, ein kleiner Fischerort im Norden.
Mein Fazit: auch bei allem Tourihype mit Fullmoon Party etc.: Noch gibt es ruhige und schöne Plätze an denen Du Dich zurückziehen kannst. Und wenn es Dir zu einsam wird… einfach Mopedfahren…
Unser Aufenthalt neigt sich langsam dem Ende. Wir fahren nach 5 Tagen auf Koh Phangan früh morgens mit dem Katamaran-Speedboat über Koh Tao nach Chumphon und sind von dort per Reisebus am Abend in Bangkok. Eine echt schnelle und zudem günstige Verbindung.
Und bald hier in der jo-zone: Bangkok die zweite - Zwischen Shoppingtempeln, Schneidern und Buddhistischer Kultur
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