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Reisebericht Thailand Part Four - Bangkok und Schneider-Spezial

März 7th, 2006 by Jo
The whole story is published in 5 Parts
__Part One: Abflug und Ankunft - Departure and Arrival
__Part Two: Thailands Norden - Northern Thailand
__Part Three: Die Inseln Koh Phayam und Koh Phangan, Bangkok - The Islands Koh Phayam and Koh Phangan
__Part Four: Bangkok mit Spezial: Schneider in Bangkok - Bangkok with Special: Tailors in Bangkok
__Part Five: Dubai

Reisebericht Thailand Part Four - Bangkok und Schneider-Spezial

Bangkok die Zweite
In Bangkok übernachten wir wieder günstig und komfortabel in der Umgebung der Kao San Road (wie bei unserer Ankunft), und genießen es, uns in der pulsierenden Stadt einfach treiben zu lassen.

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Natürlich besichtigen wir auch die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten wie den Königspalast und den Liegenden Buddah.
Auch die Neustadt, in der sich mehrere gigantische Shoppingcenter gegenseitig mit Luxus und Vielfalt überbieten – zu überwiegend wesentlich günstigeren Preisen als in Deutschland – ist uns einen Besuch wert. Beeindruckt hat uns hier insbesondere der Food Court und Spezialitätensupermarkt im Basement des Paragon Shopping Centers.
Asia Food von höchster Güte und maximaler Auswahl. Alles frisch. Also nicht nur die Wok – und Suppen-Gerichte von den traditionellen Märkten sondern auch Süßspeisen und Leckereien von Thailand bis Japan. Allein die verschiedenen Reissorten die dort bergeweise liegen haben mich fasziniert.

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China Town sollte man auch gesehen haben. Es ist jedoch ziemlich abgas-verpestet und das führt bei uns beiden zu richtigen Kopfschmerzen. Nach 2 Stunden haben wir daher das dringende Bedürfnis hier raus zu kommen…
Ein krasses Erlebnis ist übrigens unsere Rückfahrt von der Sukhumvit Road zur Kao San Road. Kein Taxi will uns fahren, einmal saßen wir sogar schon drin und müssen nach einigen Metern wieder aussteigen.

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Durch den extremen Verkehr befürchten die Taxifahrer ein Verlustgeschäft, da sie nur im Stau stecken würden. Wir entschieden uns für ein Motorradtaxi. Und das ist mal richtig krass. Die Jungens fahren mit Badelatschen halsbrecherisch zwischen den Autos durch, nutzen die Gegenfahrbahn, drängeln, bremsen, geben Gas. Wie in einem schlechten Computerspiel… Wir kommen nach nur 20 Minuten Fahrt, die im Taxi wahrscheinlich 2 Stunden gedauert hätte, mit lebensbedrohlichen Adrenalinwerten, wieder in „unserem Viertel“ an.

Die Schneider von Bangkok
überall gibt es in Bangkok Schneider und die Verlockung sich für Rund 120 Euro einen Anzug maßschneidern zu lassen ist natürlich groß. Bei den meisten Schneidern handelt es sich um indische Einwanderer.
Einer meiner ersten Wege führt auch in einen Schneiderladen. Die Vorzeigestücke von „The Boss Tailor (an der Ecke zum Rambuttri Inn, Soi Rambutri)“ können mich in ihrer Qualität halbwegs überzeugen (keine geklebten- sondern pikierte Revers, keine Schaumstoffpolster - sondern Textilpolster, kein Nylon- sondern Viskosefutter, handgesäumte Knopflöcher) und ich lasse dort maßnehmen.
Bei den Stoffen gibt es viele Fakes, die englische Qualität signalisieren sollen, aber aus sonst wo kommen („made in english quality“). Hier muss man einfach mit dem Stoff heftig herum knittern, ihn aufeinander reiben etc. um zu sehen ob er was kann oder nur schön aussieht. Wo die Stoffe genau her kommen und ob die angeblichen Kaschmir- und Seide- Anteile immer so stimmen ist sehr schwierig zu sagen. Da hilft letztendlich nur Vertrauen und der Knittertest.
Ich suche mir zwei Stoffe aus und gebe zwei unterschiedlich geschnittene Anzüge in Auftrag. Einen klassisch geschnittenen Businessanzug und einen eher cool geschnittenen mit zwei Knöpfen, weniger Schulterpolster und tiefer sitzender Hose. Hier ist es wichtig, eine Vorstellung oder ein Bild davon zu haben was man will. Sonst kommt sehr wahrscheinlich ein etwas fader 0815 Anzug raus, der lediglich (hoffentlich) gut sitzt.
Grundsätzlich werden ohne Nachfrage kein Schlitz am Gesäß und auch kein Knopfloch im oberen Revers eingearbeitet. Das muss man extra sagen, es kostet nicht mehr, spart aber natürlich Arbeit, wenn man es weglässt. Auch an den Köpfen wird teilweise gespart, notfalls muss man sich dann in Deutschland noch mal hochwertigere Knöpfe annähen lassen.
Ein Anzug kostet inklusive Stoff ca. 600 Baht, also etwas über 120 Euro. Man macht bei der Bestellung eine Anzahlung von 30-50% und bezahlt den Rest wenn alles fertig ist. Der Gegenwert entspricht hier qualitativ einem guten Konfektionsanzug für ca. 600 Euro.
Noch größer ist der Unterschied natürlich für Leute denen Konfektion nicht passt (sehr lange Arme, buckeliger Rücken etc.)
Ich denke für ein gutes Ergebnis sind ca. 3 Anproben an 2-3 Tagen optimal. Ein Anzug der in 24 Stunden zusammen geschneidert wird (damit werben einige Schneider) kann nur zufällig wirklich exakt sitzen.
Soll es etwas spezieller aussehen kommen die SchneiderInnen an ihre Grenzen - es kann länger dauern und man muss selber ganz genau sagen was wie sein soll.
Stylistische, kreative Beratung ist selten. Das macht die Sache für Damenkleider, bei denen ja genau das gefragt ist etwas schwierig – wir haben kein Kleid gesehen, dass wirklich Klasse hatte.
Ich bin am Ende der Anproben jedenfalls recht zufrieden und habe die Anzüge auch im “harten” Alltag (lange Bahnfahrten, Taschen schleppen…) getestet und bin bisher recht zufrieden.

Weiter gehts…
Denn nach drei Tagen haben wir prinzipiell genug von der Stadt - und unser Urlaub neigt sich auch dem Ende. Am Vorabend unserer Abreise verschenken wir noch einige Decken und Utensilien die wir nicht mehr brauchen an zwei bettelnde Mütter am Strassenrand.
Unser Fug am nächsten Nachmittag hebt püngtlich ab - in Richtung Dubai…

übrigens: Unser Reiseführer, der sich absolut bewährt hat war der Loose Reiseführer Thailand. Er ist grade (2005) neu rausgekommen und somit sehr aktuell und war häufig präziser und besser als z.B. der Lonely Planet

Demnächst in der jo-zone: Dubai für Backpacker - (wie) geht das?

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